20.1.23 Asilah

Fast pünktlich kommt die Fähre an, wir sind beim ersten Schub gleich draußen und werden vorm Zoll veranlasst zum Scannen zurück zu fahren und dann dauert es gefühlte Stunden bis wir, zwar ohne Probleme , das Hafengelände verlassen können. Ein nasskaltes Wetter hebt nicht unsere Stimmung und so entschließen wir uns, erst einmal ein Stück zu fahren, bis Asilah. Marokko kommt uns vertrautvor, die bergige grüne Landschaft, Männer in Berbermänteln, neu sind die Autos am Straßenrand mit „Drink Café“.Diesel tanken wir für 1.21€. Der Campingplatz ist sehr besetzt, kostet 7,50€/Nacht undauch das Gemüse auf dem Markt kostet immer noch 75cent/kg. Auch der Iman singt kräftig, die Katzen mauzen laut und die Kinder spielen Fußball, auch die kleinen Mädchen. Wir fühlen uns schnell„angekommen“. Erst einmal Tee trinken ….

22.1. Lixus und Larache

Endlich warm und sonnig. Es ist nur eine kurze Fahrt bis zur archäologischen Ausgrabungsstätte Lixus. Ein ca. einstündiger Rundweg begeistert uns - wir ganz alleine auf den Spuren der Phönizier und dann so ein nettes Amphitheater. Der Eintritt von 5,50€ lohnt sich. 

Weiter fahren wir nach Larache, hier erwartet uns das sonntägliche Gewusel des Souk und wir erstehen einen Campingteppich. 

Königliche Boule Meisterschaft im Campingpark Larache
Königliche Boule Meisterschaft im Campingpark Larache
Wir haben einen „Logenplatz“ ( und keine Ruhe)
Wir haben einen „Logenplatz“ ( und keine Ruhe)

23.1. Bouznika - und Shirat Plage

Nach einem flotten Fahrtag durch Dörfer, vorbei an Feldern, hoch bepackten Pferdekarren, Schafhirten, Souks, sind wir hinter Rabat auf einem Parkplatz am Wasser gelandet, wo wir tatsächlich ganz alleine stehen, am Strand befindet sich die hübsche Ferienanlage  Kaba Bouznik Plage mit kleinen Restaurants mit Meerblick. Hier genießen wir eine „Sonnenuntergangspizza“, natürlich ohne Wein, dafür in Gesellschaft von Katzen. 
Nach einer sehr ruhigen Nacht - wir waren tatsächlich alleine auf dem Parkplatz, gehen wir rüber zum Strand ( er gilt übrigens als sauberster, schönster Marokkos, was wir gerne bestätigen),geradekommen Fischerboote und werden an den Strand mit viel Muskelkraft gezogen. Der Fang wird ausgebreitet und später versteigert bzw. verkauft. Wir treffen einen in Frankfurt lebendenMarokkaner,perfektes Deutsch, er will mir zu einem besonders guten Fisch, auch ausgenommen, verhelfen. Ich habe das Gefühl ein Vielfaches zu zahlen, denn schnell bekommt er noch Fischzugesteckt.
Doch als wir den Fisch abends braten und genießen, bin ich wegen des leckeren Geschmacks total versöhnt.
Wir wollten eigentlich zum Strand Mannesmann, alles scheint verbaut, so fahren wir 6km zurück zum Camping Said, Mohammedia. Auch hier sind wir die einzigen Gäste, dennoch ist ordentlich „Betrieb“, daim  Haus der Familie eine Hochzeit gefeiert wird - die Musikgruppe hat mir schon ein Ständchen gegeben. Vom Strand aus schaut man auf Mohammedia und sehr viele Neubauten, die auf Käufer warten.
Am zweiten Tag sind wir nicht mehr alleine, sondern eine sehr interessante Mischung von Gästen und wir machen einfach nur Pause.
Therese und Bigi kaufen ein Buch von Ulla und teilen Rotwein mit mir
Therese und Bigi kaufen ein Buch von Ulla und teilen Rotwein mit mir

Casablanca 26.1.

Das war ein Spontanentschluss die größte Moschee und im Viertel El Hank die bemalten Häuserfassaden anzuschauen. 
Wir finden tatsächlich in einer Straße vor der Moschee einen Parkplatz und wandern an der super modernen großzügigen Promenade entlang, haben so einen Eindruck vom gigantischen Ausmaß der  Moschee und schon bald  entdecken wir die bemalten Häuserfronten im Quartier El Hank, streifen durch die Gassen, vorbei an einem Souk, trinken leckeren Nous-Nous und sind voll im Entdeckermodus. Soentdecken wir hinter Mauern durch einen Türschlitz einen ausgedehnten christlichen Friedhof, es gibt sogar eine Telnr. falls man ihn besichtigen möchte.
Moschee Hassan II.
Moschee Hassan II.
Der christliche Friedhof El Hank
Der christliche Friedhof El Hank
Weiterfahrt bis Settat
Weiterfahrt bis Settat
Tajinenessen bei der Shelltankstelle
Tajinenessen bei der Shelltankstelle
Anfahrt zur Kasbah de Boualouane
Anfahrt zur Kasbah de Boualouane
Unsere beiden Reisefrauen aus der Schweiz kommen auch
Unsere beiden Reisefrauen aus der Schweiz kommen auch
Parken müssen wir unterhalb der Kasbah
Parken müssen wir unterhalb der Kasbah
Ein fantastischer Sonnenuntergang nach einem  erlebnisreichem Tag
Ein fantastischer Sonnenuntergang nach einem erlebnisreichem Tag

Von der Kasbah nach Marrakech

Nachts hatte es geregnet, dementsprechend ist der Seitenstreifen neben der Lochstrecke lehmig glitschig und die von Maps.Me vorgeschlagene Strecke sogar unpassierbar, wir finden einen Umweg , die RR314. , auch von sehr schlechter Qualität, werden jedoch durch interessante Landschaft, Menschen, Gehöfte entschädigt. Der Höhepunkt ist in Rehamna - wer auch immer diesen Ort finden wird - es kommenuns schon eine ganze Weile Eselkarren oder Pferdegespanne und manch uralter Mercedes entgegen. Ein Blick in den Souk verrät uns, hier ist fast noch Mittelalter. Die Straße geht über in die RP 2107,diese ist laut Map nur klein, da aber neu geteert läuft der Verkehr und wir sind bald in Skour Rhamna - ich wette, auch das kennt kaum ein Reisender, wir sind heute hier die einzigen Touristen …. undwollen Mittag essen. In den Garküchen lassen wir uns viele Topfdeckel lüpfen und entscheiden uns dann für einen Rindfleischeintopf ( Uli weigert sich dann von dem „Gekröse“ was zu essen) und demvegetarischen Bohneneintopf, dazu Tee …. wir sind lecker satt für 3€. Die Weiterfahrt nach Marrakech flott und wir landen auf dem großen Parkplatz des Marjane Supermarktes, kaufen bei Decathlon einund haben sogar eine ruhige Nacht . Morgens noch Einkauf - wir staunen über das Sortiment , allerdings auch über die recht hohen Preise und fahren dann zum Schlosscamping der Familie Schatz, wo Petra und Frank uns erwarten. Hier erleben wir zum ersten Mal die Trockenphase der vergangenen Jahre hautnah: die Pools sind nicht gefüllt, die schönen Rosenstöcke zum Teil vertrocknet…. doch Aicha undReinhard sind herzlich wie immer, auch die Morgenbrötchen liegen unbestellt auf der Treppe. Gespräche, Wein , Kaffeetrinken, Sonne - wir machen Ferien!