Albanien    - Mai 2019

23./24./25. Mai, Korca - Vaskopoje - Shipska - Vithkuq -Camping Farma Sotira

Korca statten wir einen kurzen Besuch ab (Stellplatz am Skanderbeu Stadium ist immer noch möglich und praktisch), und dann geht es in die Berge. Für uns mit drei Highlights: In Vaskopoje hat es uns die St.Nicolaskirche angetan und die Historie dieser Gegend, die einmal ein dicht besiedelter Handelsflecken war, dieses ist kaum noch vorstellbar, wenn man durch die holprigen Dorfwege von Shipska und Vithkuq läuft. Nach Shipska führt ein Sandweg, den auch kleine Womos noch schaffen würden, sogar eine kleine Bar mit Kaffee und herrlichem Ausblick erwartet uns, der Besitzer telefoniert nach dem Kirchenschlüssel und bald drauf kommt eine Frau den steilen Weg herunter, um uns die Kirche St. Georg aufzuschliessen.  Sie wurde erst ab 2004 renoviert und gilt als die schönste, vollständig mit Fresken ausgemalte Kirche- wir sind total begeistert! Auch den sehr verwunschenen Ort schauen wir uns gründlich an, geniessen die Aussicht und dann auch die weitere Gegend.Das Wetter ist uns heute gut gesonnen und so fahren wir noch gemütlich aber holperig zum nächsten Highlight, der größten Kirche in dieser Gegend,in Vithkuq, St. Michael,  mit einem 12 Säulengang und dreischiffig - wieder herrliche Innenausstattung- absolut lohnend. Ich schreibe das, da dwidr den Eindruck haben, dass der Tourismus schien Vaskopoje abspielt und diese Leckerbissen hier vernachlässigt werden.  Wir waren jeweils ganz alleine an diesen Orten. Der Dorfspaziergang durch Vithkuq ist dann einerseits sehr romantisch, es duftet nach Holzfeuer, die Hühner stolzieren auf Zäunen, das Kopfsteinpflaster sehr holperig, andererseits erschrecken uns die vielen Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung. 

Der Weg zum berühmten Camping Farma Sortira unterbrechen wir öfter für einen Fotohalt und besuchen dann noch den Friedhof Borova, hier wird dem Massaker an 100 Albanischen Familien gedacht, das von deutschen Soldaten als Vergeltungsschlag,1943 begangen wurde ( sie waren fälschlicher Weise von den albanischen Partisanen für Italiener gehalten und aus dem Hinterhalt überfallen worden).Das Erinnerungsgebäude, mitfinanziert von der Raiffeisenbank ist leider innen völlig verfallen, der spiralförmig angelegte Friedhof, scheint auch nur selten Besucher zu haben.

Erst spät erreichen wir den Campingplatz, der recht gut besetzt ist, Beatrice und Hans sind schon da. Eigentlich sollte man ja hier unbedingt eine Forelle essen, aber nach all dem Schlemmen der letzten Tage, sind heute mal Nudeln angesagt.

21.-23.5.  Ohridsee und Mazedonien, Kirchentage

 Von Elbasan aus geht es an den Ohridsee, zum kleinen Örtchen Lin, das man nicht verpassen sollte. Besonders sind die schmalen Gässchen, die zwischen den Grundstücken verlaufen und unten am See mit einem Boot enden. In Gärten Gemüsebeete, vor der Kirche ein Meer von blauen Lilien.

Dann kein Problem die Grenze nach Mazedonien zu überschreiten. Wir wechseln kein Geld, da alles in Euro angeschrieben. 

Wir umrunden den See, Ziele sind die Felsenkirchen, Ohrid und unbedingt das Essen einer Ohridforelle.

Im kleinen Ort Radozda, quälen sich unsere Womos durch die enge Ortsstrasse, am Rand wird Raki destilliert. Zu einem Platz am See kommen wir erst nach heldenhaftem Einsatz von Uli mit der Gartenschere. Die Zweige hängen einfach zu tief. Der Platz am See ist traumhaft. 

Morgens holen wir den Schlüssel für die Felsenkirche St. Michael beim Restaurant "Zwei Perlen" und klettern zügig hinauf, uns erwarten fantastische Fresken.

 Die anderen Kirchen beschreibe ich jetzt nur mit Fotos.

 Ein Wort noch zu Ohrid: lustig eine Bootsfahrt, um St Paul vom Wasser aus zu sehen. Die Stadt fest in niederländischer Hand, eine riesige Fußgängermeile, an der sich die Schmuckläden wie Perlenketten aneinanderreihen, zweifelhaft, ob alle Perlen wirklich echte Ohridperlen (aus Fischschuppen gepresst!) sind. Ohrid hat keinen Charme. 

Richtig schön aber ist die Fahrt um den See, kaum Camping Möglichkeiten, doch in Trpejca, Ort nach dem Pfahlbauten Museum (dies lassen wir aus) , werden wir beim Aussichtspunkt fündig, mal wieder ein 5 Sterne-Platz, unten sehen wir das sog. St. Tropez mit seinen Fischlokalen liegen - hier gibt es endlich die leckere Ohridforelle, und da die Bedienung absolut falsch verstehen will, dass wir uns je eine Forelle teilen wollen, sind wir pappsatt, geniessen den Rose Wein dazu und haben es einfach gut. 

 

 

 

20.5.  Elbasan und der Regen

Nach einem sehr herzlichen Abschied von unseren albanischen Freunden in der Villa Juri in  Berat beginnt der Himmel sich vor Traurigkeit auszuschütten. Zunächst warten wir in Berat die Schauer ab, fahren dann durch eine wunderschöne grüne Hügellandschaft auf dem kürzesten, aber schlimmsten Weg, nach Elbasen. Auch dort schon dunkle Wolken über uns. Zum Glück gibt es Parkplätze vor der Altstadt und mit Regenschirm trauen wir uns. Wir kommen gerade noch bis zur Königsmoschee, als der Starkregen einsetzt, die Altstadtstrassen werden in kürzester Zeit zu Flüssen. Für heute Nachmittag ist die Besichtigung der Marienkirche das Highlight und die Begegnung mit der resoluten alten Dame, die uns nach einem "Verhör" die Ikonenwand erklärt ( Werke des berühmten Malers Onufri) und mich immer wieder am Arm zupft "Foto!" - ich kann mich nicht wehren und fotografiere brav alles ab.

Den Gemüsebasar besuchen wir dann am kommenden Morgen - er kann voll mit den Basaren in Marokko mithalten. Kirschen sind im Angebot und auch die ersten Aprikosen sind reif. Wir nächtigen beim Restaurant Kriva - sind uns nicht ganz sicher, ob man das weiter empfehlen kann - auf jeden Fall wurde uns nicht die Parkgebühr trotz Abendessen im Restaurant erlassen ( wir zahlten 11 €).

 

18./19.5. Ausflug in die Osum-Schlucht

Von Berat bis Ende ausgebaute Strasse durch die Osum-Schlucht (64km) - die Route bietet etliche Aussichtspunkte und die wollen wir alle anfahren. Höhepunkte sind die Brücken: die alte türkische Brücke oberhalb von Corovda, bei der wir unser Picnic machen. Dann ganz zauberhaft rechts der Strasse kurz vor Ende der Tour die "Ura Derwisch Hasani", hier kann man auch etwas in den Bergen rumkraxeln oder eine Erfrischung zu sich nehmen, ich ziehe letzteres vor. Der Blick auf den heiligen Berg Tomorrit ist von hier pyramidal im wahrsten Sinn des Wortes. Noch vor zwei Jahren sind wir über eine klapprige Brücke in die Offroadstrecke nach Permet gefahren - jetzt ist eine neue gebaut, die Alte kann man aber noch besichtigen. Wir nächtigen bei der Aussichtskanzel, wo ein kleines Restaurant mit Campingschild uns einlädt, auf dem Hinweg halten wir hier schon,  leider ist der bestückte Grill nicht für uns - doch "unverhofft kommt oft" und so bekommen wir abends doch tatsächlich vier Stückchen des Zickleins, die übrig waren, B u H bereiten noch Kartoffeln und Zuccini dazu - ein Festessen!

Am Sonntag können wir dann noch zum Wasserfall, wir lassen uns vom Zebra hochfahren, B u H wandern, tapfer! In der Villa Juri werden wir wieder freudig empfangen, sogar eine Schildkröte kommt angekrabbelt. Wir freuen uns nun auf das traditionelle Abendessen bei Elisabet.

14.-18.5. Berat

 

12./13./14.5. Nartestrand - Kloster Zvernec - Lagune Karavastas, Divjake  

So ein durchwachsener Morgen und fast hätten wir die Hafenbesichtigung ohne Regen geschafft. Die Hafenpolzei verbietet uns zu fotografieren, dennoch haben wir ein paar schöne Fotos im Kasten.

 Das Kloster Zvernec, 13.Jh, auf einer Insel gelegen, komplett erhalten, ist ein Muss! Schon der Fußweg über den langen Holzsteg ist wunderschön. Die Klosterenten sind gerade dabei sich um den Nachwuchs zu bemühen und lenken erst einmal vom Gebäude ab. Dieses erkunden und umrunden wir ausgiebig.

 Noch ein zweites Kloster findet heute unsere Aufmerksamkeit, St. MARY, zufällig sehen wir ein braunes Hinweisschild, und nach 3km Sandpiste stehen wir vorm Tor. 

N 40°48'19.3"

E 19°32'35.7", Rreth Libofsha

Ich schreibe hier mal die Koordinaten, da wir dieses Kloster in keinem Reiseführer erwähnt finden, obwohl es sowohl wunderschöne Fresken und ein Bodenmosaik zu sehen gibt.

Die von Maps.Me vorgeschlagene Route dürfte nur von Spezialtraktoren zu fahren sein. 

Wir finden unseren Weg nach Divjake, vorbei an vielen Feldern und Pflanztunneln. 

Wir landen am neuen Infocenter, Kulla 360°, für den Naturschutzpark Karavastasa, mit dem Pelikan als Symbol. BuH haben schon mit dem Ranger Erwin  gesprochen, und so ist klar, dass wir hier an der Strasse vorm Center nächtigen dürfen (ruhige Nacht und es werden zwei Nächte daraus). 

Der Wetterbericht sagt 90% Regen voraus.....und stimmt!

Wir haben es am Regentag gemütlich miteinander, machen Spaziergang, Restaurantbesuch und abends leckeres gemeinsames Abendessen mit viel erzählen im Zebra.

Morgens dann wider Erwarten Sonnenschein, so dass wir mit Erwin, (Biotechniker), eine kleine Tour zum Beobachten der Flamingos machen können - durch sein Fernrohr sehen wir eine recht große Kolonie. Auch die Pelikanbrutstätten sind gut mit dem Fernrohr zu erkennen. Eine wirklich interessante Führung. Wenn das Wasser in der Lagune nicht so hoch ist, werden die Besucher mit einem Boot in die Nähe der "Pelikaninsel" gefahren. Ein lohnender Ort!

 

 

 

 

 

 

10./11. 5. Borsh - Shushica-Tal über Fterra (S11 nach Pistenkuh)

Rüttelstrecke, Beste Sahne

Ein Abstecher zu Fuß auf die Burg Borsh tut uns gut, wenn auch der Fußweg hoch  etwas steil ist, aber in 17min ist das locker zu schaffen und der Ausblick ist grandios, die alten Trümmerreste sind nicht so überzeugend, lediglich die Moschee aus der Ottomanenzeit ist noch recht gut erhalten.Uns begeistert die Blumenvielfalt am Wegesrand.

So können wir unsere Vorfreude auf die Offroadstrecke noch etwas ausdehnen - was uns dann erwartet ist mal wieder ein Härtetest für unser Zebra. Es schnauft und ächzt im ersten Gang hoch durch tiefe Löcher, Steinplatten, Stufen und alles, was man sich so in den Bergen vorstellen kann, dazu ein dramatischer Wolkenhimmel. Wir kommen voll auf unsere Kosten und steigen oft aus, auch um zu erholen. In Ftrerra machen wir einen längeren Halt,der Ort ist ziemlich ausgestorben, die Taverne noch geschlossen.

Bald haben wir genug - offroad sind wir 25km gefahren, den Abend läuten wir um 17 Uhr ein, bei einer Brücke (Nähe Kuc). Wir werden von zwei Jungs begrüßt, der 11jährige Klive kann ganz gut englisch, interessiert sich sehr für das Zebra, auch für das Innere , nebenbei lerne ich etwas albanisch von ihm, doch dann muss er arbeiten, immerhin gehört ihm die Schafherde. Nach ruhiger sternenklarer Nacht, erwachen wir von Vogelgezwitscher unter einem strahlend blauen Himmel.

Und dann heisst es wieder "Rüttelstrecke" vom Feinsten. Doch dieses traumhafte Wetter, der Blick auf die Bergketten , auf die türkisfarbene Shushica und das tiefe Grün der Wiesen, dazu bunte Blümchen lassen uns dennoch diese Tour zum Höchstgenuss werden.

Abendtreffpunkt ist der Nartestrand bei Vlora.

Dieser Strandparkplatz wird zu einem kulinarischen Festival, Beatrice und Hans sind eingetroffen und beim nahen Restaurant lassen wir auftischen, ein köstlicher Abend. 

 

 

 

9.5. Blue Eye, Syri Kalter und Lukove

Wiedersehen macht Freude - in diesem Fall mit dem blauen Auge, einer so klaren Quelle, 50m sind erforscht, aber es geht noch viel tiefer. Die Fahrt durch das südliche Albanien im Mai ist geprägt von Geschäftigkeit, man bereitet sich auf die Saison vor, auch an der Quelle wird wie verrückt gebaut. Wir geniessen unseren Spaziergang  mit wenig anderen Touristen.

Obwohl wir nur knapp 80km heute fahren, haben wir so viel erlebt, gesehen, s. unsere Fotos. Das Highlight des Tages ist dann aber doch der Strand von Lukove.  Fast wären wir umgekehrt, weil alles sehr vermüllt und verlassen aussieht. Doch als wir auf einer Terrasse parken mit Blick auf Strand und Meer, haben wir das Gefühl von bester Wohnlage. Und dann noch das Essen in der Taverne, ein unglaublich paradiesisches Restaurant, alles was wir zu essen bekommen, wird gerade aus dem Garten geholt,

Da kann es auch passieren, dass der Rotwein 2018 plötzlich alle ist, doch wir geniessen auch den Weisswein zu Forelle , gegrilltem Gemüse ..... köstlich, als geschenkte Dessert dann die ersten geernteten Erdbeeren.

8.5. Wir sind in Albanien

Nach problemlosem Grenzübertritt -  man muss nur Personalausweis und Kfz-Schein vorweisen- fahren wir direkt zur Ausgrabungsstätte Butrint, natürlich mit der abenteuerlichen Burintfähre -wir zwei Womos passen beide rauf, die 10€ sind überzogen, aber den Spass wert. 

In Ksamil bekommen wir eine Simard bei ALBtelecom (Paket mit 15GB/1Monat für 15€) , wir essen noch üppigst und wollen an den Strand Perme de Thes, doch leider ist die Zufahrt noch versperrt. Auffallend, wie überall die Renovierungsarbeiten im Gang sind für die Eröffnung der Saison.

Jetzt stehen wir im Ort an einem herrlichen Strand mit Dusche, es kann gebadet werden!

Vorspann, 30.4./ 5.5./ 6.5./7.5.

Hier stand schon einmal ein Text, den ich auf wundersame Weise gelöscht habe. Also jetzt die Kurzfassung: Beim ADAC buchten wir die Fähre. Da wir spät dran waren, gab es nicht mehr Camping on Board, dafür aber eine ganz schnelle , die uns zum Treffen mit unseren Schweizer Freunden, von Venedig nach Igoumenitsa bringen wird.

Auf dem Weg durch Deutschland, gibt es für uns ein paar nette Orte zu besichtigen: Seligenstadt, Rastatt, besonders zu erwähnen das kleine Dreffern/Rheinmünster, das neben einem ruhigen Stellplatz am Yachthafen, eine kuriose Post bietet, mehrere sehr farbige Häuser und Gärten mit Kunst und Kitsch.

Unsere Lieblingsbücher zur Reisevorbereitungen sind die vom Hobo-Team, 3.Aufl. 

Jetzt geht es in die Schweiz/ Bern  und dann schnurstracks nach Venedig.

5.Mai

Entgegen der Regenansage des Wetterberichts empfängt Griechenland uns mit Sonne.

Auch auf dem Camping Drepanos, Igoumenitsa herzlicher Empfang durch unsere Freunde mit Apero. 

Essenstipp: "Reiche Ritter" (Beatrice Abwandlung der "Armen": man ziehe die Brotscheiben durch Weisswein und die Milch-Ei-Flüssigkeit wird mit geriebenem Käse vermischt - lecker!!)

6.5./7.5.

Ausflug in die griechischen Berge, nordöstlich von Igoumenitsa. 

Ziel ist das Örtchen Lias, hier steht Elenis Haus. Beatrice hat das Buch von Nicholas Gage über Eleni gelesen und mich angesteckt, so dass wir unbedingt dort hinwollen. Das Wetter ist dramatisch gemischt und auch die Landschaft dramatisch schön.

Den Tag beenden wir in der wunderschönen Bucht, Sagiada, mit Verbotsschild, aber.... es ist ja noch keine Saison. Die Polizei ist präsent, steht versteckt an der Wegeinfahrt und inspiziert das Wasser  (Schmuggelware??) - für uns interessiert sie sich nicht.

Und dann machen wir hier noch einen Tag Ferien, das Wetter wird immer besser, die See türkisfarben.